Strom sparen im Haushalt – 5 Tipps, die bares Geld wert sind

Stromsparen ist gar nicht schwer. Es gibt viele Ansatzpunkte und Verbraucher können praktisch sofort anfangen. Der Effekt schlägt sich innerhalb kürzester Zeit auf die Haushaltskasse nieder. Es gibt auch Maßnahmen, die ein wenig länger brauchen, bis sich der Effekt einstellt. Das Bundesumweltamt liefert wissenswerte Hintergrundinformationen rund um das Thema Energiesparen, die verbrauchergerecht aufbereitet sind.

Energieressourcen

Ressourcenschonender Umgang ist nicht nur gut für den eigenen Geldbeutel, sondern schont unsere Umwelt.

Der Beitrag „Strom sparen leicht gemacht“ zeigt außerdem, wie einfach Stromsparen ist und die in diesem Beitrag zusammengestellten Tipps sorgen ebenfalls dafür, dass Verbraucher am Ende des Monats mehr Geld im Portmonee übrigbehalten.

Status quo feststellen

Zunächst einmal stellt sich die Frage, wie viel Einsparpotenzial überhaupt drinsteckt. Um das zu beantworten lohnt sich ein Blick auf die folgende Tabelle, die verschieden große Haushalte mit ihrem Stromverbrauch im Vergleich zeigt.

 

 

stromverbrauchjahr

Quelle: Verbraucherzentral NRW, Broschüre „Strom sparen einfach gemacht!“, Seite 3

Gehören Sie zu den Haushalten, die ohnehin schon eine als fantastisch eingestufte Bewertung verdienen, können Sie nicht mehr viel besser machen. Doch was immer geht, ist der Anbieter-Check. Denn selbst, wenn kaum Stromsparpotenzial vorhanden ist, lässt sich durch einen Anbieterwechsel Geld sparen. Verbraucher sollten die Möglichkeit nutzen und einen Stromvergleich starten, hier finden sich ein Vergleichsrechner und weitere Stromspartipps.

Wer nicht in die Kategorie „fantastisch“ fällt, der sollte sich unserer 5 Top Tipps ansehen, die sofort zu einer messbaren Ersparnis führen.

Tipp 1: Die intensivsten Stromfresser finden und beseitigen

Die intensivsten Stromfresser in einem Privathaushalt sind die folgenden:

  • Geräte der Unterhaltungselektronik verbrauchen bis zu 25 % des gesamten Stroms.
  • Kühl- und Gefriergeräte benötigen im Schnitt rund 20 % des Gesamtstroms.
  • 17 % des Stromverbrauchs in einen Durchschnittshaushalt lässt sich auf Kochen und Backen zurückführen.
  • Beleuchtung ist für 8 % des Stromverbrauchs verantwortlich
  • Ebenfalls 8 % des Stromverbrauchs entfallen auf Tätigkeiten wie Wäsche waschen und trocknen, Heizen und Handwerken.

Je nachdem, wie viele Geräte in einer der Kategorien zu Hause stehen, können Verbraucher bereits erahnen, wo ihr individuell größtes Einsparpotenzial liegt. Abschalten statt Standby lautet die grundsätzliche Empfehlung und im Allgemeinen sollten Verbraucher darüber nachdenken, welche Geräte sie wirklich brauchen.

Tipp 2: Strom sparen bei der Unterhaltungselektronik

  • Plasmageräte verbrauchen doppelt so viel Strom wie LCD-Geräte.
  • Das Herunterregeln von Kontrast und Helligkeit am TV spart Strom.
  • Notebooks verbrauchen weniger Energie, als Desktop-PCs. Achtung: Ein Rechner mit einer hohen Performance verbraucht bis zu 300 W, ein energieeffizienter PC nur 75 W. Anwender, die täglich durchschnittlich 4 Stunden am PC sitzen, können je nach Endgerät 20-100 € jährlich sparen.
  • Ein Röhrenbildschirm verbraucht doppelt so viel Strom wie ein TFT-Monitor.

Tipp 3: Strom sparen beim Kühlen

  • Kühlschränke und Tiefkühlgeräte stehen am besten in kühler Umgebung (Keller), dort verbrauchen sie weniger Strom. Pro Grad Celsius niedrigere Raumtemperatur lassen sich 3 % bei Gefriertruhen und 6 % bei Kühlgeräten einsparen.
  • Geräte der Energieeffizienzklasse A++ brauchen nur 50 % der Energie, die Geräte der Energieeffizienzklasse A brauchen und rund 25% weniger als Geräte der Energieeffizienzklasse A+.
  • Pro Kopf reicht ein Kühlschrank von 60 l, dann ist der Energieverbrauch am effizientesten.
  • Ist ein Kühlschrank zu ¾ gefüllt, arbeitet er am energiesparendsten.

Tipp 4: Strom sparen beim Kochen, Backen, Waschen, Trocknen und Heizen

  • Ein Induktionsherd spart 30 % im Vergleich zur Gussplatte, ein Ceranfeld 20 %.
  • Töpfe mit Wärmeisolierung senken den Stromverbrauch um 15 %.
  • Kochen mit Deckel spart 65 % Strom.
  • Waschmaschinen immer voll beladen, das ist am effizientesten.
  • Kochwäsche braucht die doppelte Strommenge im Vergleich zur 60° Wäsche und das Siebenfache zur 30° Wäsche. Deshalb vorher überlegen, welcher Waschgang wirklich nötig ist.
  • Auf Trockner sollte man weitestgehend verzichten. Lässt sich das nicht realisieren, sollte die Wäsche vor dem Trocknen mit 1200-1400 Umdrehungen geschleudert werden.
  • Oft sind Heizungspumpen zu hoch eingestellt. Wer die niedrigste Stufe wählt und nachts komplett abschaltet, kann den Stromverbrauch um 30 % senken.

 Tipp 5: Strom sparen beim Beleuchten

  • Eine Energiesparlampe hat einen um bis zu 80 % geringeren Stromverbrauch als eine Glühbirne und ist die bessere Wahl.
  • Leuchtstoffröhren verbrauchen 25 % weniger Strom als Glühlampen.

 

Bildnachweis:
Pixabay.com © Comfreak (CCO Public Domain)

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