Sinnvoller Umgang mit Geld bei Schulden

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Geld anlegenSchulden betreffen heutzutage viele Menschen. Dank langfristig angelegter Verträge wie beispielsweise Mobilfunkverträge mit 24monatiger Laufzeit, aber auch Kaufverträgen von einem, zwei oder drei Jahren Laufzeit ist es einfacher als je zuvor, sich zu verschulden. Dazu kommt, dass Konsum einfach dazugehört. Früher war es keine Schande, sich etwas nicht leisten zu können. Heute gehört nur dazu, wer finanziell mithalten kann. Das verführt schon Jugendliche dazu, sich mehr zu leisten, als sie sich eigentlich leisten können. Umso wichtiger ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Geld.

 

Einfach Sparen reicht nicht
Wer Schulden hat, kann natürlich versuchen, einfach weniger Geld auszugeben. Das wird normalerweise erreicht, indem nur das gekauft wird, was wirklich benötigt wird. Aber was wird wirklich benötigt? Und was ist vielleicht nötig, aber kostengünstiger möglich? Hier gehen die Meinungen erwartungsgemäß weit auseinander. Der einfache Vorsatz, Geld zu sparen, reicht also nicht. Es muss konkreter werden. Mit einigen einfachen Schritten kann ein verantwortungsbewusster Umgang mit Geld erreicht werden:

– Haushaltsbuch führen: Wieviel Geld wird wofür ausgegeben? Ins Haushaltsbuch gehören die Beträge mit dem jeweiligen Datum und Informationen, wofür das Geld ausgegeben wurde. Am Monatsende wird analysiert: Wieviel geht wirklich für den Kaffee unterwegs, für Snacks, Apps oder Abos drauf?
– Keine Schulden mehr machen. Gekauft wird nur noch, was ohne Überziehen des Kontos bar gezahlt werden kann. Immer im Blick behalten: Das Geld muss bis Monatsende reichen.

Schuldenfallen: Die sollten vermieden werden
Alles, was länger finanziell bindet, kann sich letzten Endes zu einer Schuldenfalle entwickeln. Das ist der Kredit für das Auto, das Abzahlen eines Kredits für das Haus, der über zwei Jahre laufende Mobilfunkvertrag, aber eben auch das Abonnement von Zeitschriften, Versicherungen und der Vertrag mit dem Fitnessstudio. Wer Schulden unbedingt vermeiden will, sollte sich finanziell so wenig wie möglich binden. Mobilfunk- und Internetverträge gibt es auch auf Prepaid-Basis. Die sind zwar nicht immer die kostengünstigste Option, helfen aber, die Kosten wirklich im Blick zu halten. Zeitschriften und Tageszeitungen sind nett, können aber kostenfrei online gelesen werden. Und anstelle des Fitnessstudios ist Sport mit Freunden im Park auch kostengünstiger. Letzteres hat einen weiteren Vorteil: Die sozialen Bindungen werden gestärkt und man macht tatsächlich Sport.

 

Hier gibt es Tipps zum Sparen.

 

Eine Auswahl von 10 Tipps wurden hier einmal zusammengestellt und so kann im Haushalt Geld gespart werden

  1. Kosten aufschreiben und analysierenOb das Haushaltsbuch digital, per App, Excel-Tabelle oder altmodisch im Vokabelheft geführt wird, ist gar nicht wichtig. Es muss nur regelmäßig und zuverlässig geführt werden. Außerdem sollten am Ende des Monats alle Kosten analysiert werden
  2. Unnötige Verträge kündigen

    Es klang schon an: Viele Verträge sind nicht wirklich nötig. Sie können gekündigt werden. Die Analyse des Haushaltsbuchs legt offen, was wirklich nicht mehr nötig ist und was vielleicht doch noch gebraucht wird. Das gilt für Telekommunikationsverträge genauso wie für Versicherungen3. Nur ersetzen, was wirklich kaputt istHört sich banal an, kann aber eine Menge Geld sparen: Es sollten grundsätzlich nur Geräte, Haushaltsgegenstände oder Klamotten ersetzt werden, die irreparabel kaputt sind. Die sogenannte Aktualität (Mode) ist eine Ausrede, die viel Geld kostet. Und zwei Jahre lang einen Kühlschrank zu benutzen, der nicht die höchste Energieeffizienzklasse hat, ist während der zwei Jahre doch noch billiger als ein neues Gerät. Und nachhaltiger.

    4. Gebraucht kaufen

    Nicht alles muss nigelnagelneu sein. Viele Dinge lassen sich in Second-Hand-Läden kostengünstig erstehen. Oft sogar noch mit Garantie.

    5. Tauschen statt kaufen

    Die Tageszeitung gibt es auch in der Stadtbibliothek, Schulbücher kann man von Bekannten oder älteren Schülern ausleihen, und vielleicht hat der Nachbar auch noch eine Bohrmaschine, die er nicht mehr braucht und gegen den alten Rasenmäher tauschen würde. So lässt sich viel Geld sparen.

    6. Planvoll wirtschaften

    Wer am Wochenanfang einen Essensplan aufstellt und wirklich nur das einkauft, was auf der Liste steht, spart erfahrungsgemäß auch viel Geld – und es wandern weniger Lebensmittel in den Mülleimer.

    7. Schulden gezielt reduzieren

    Einfach nur stur die vorhandenen Raten abbezahlen und sich an die einmal geschlossenen Verträge halten ist eine Möglichkeit. Oft ist es aber auch möglich, Schulden über eine Sonderrate abzulösen und damit aus langfristigen Verpflichtungen herauszukommen. Manche Verträge können auch aufgelöst werden, wenn die Begründung stimmt.

    8. Hilfe annehmen

    Schulden lasten schwer auf der Seele. Professionelle Hilfe gibt es bei Finanzberatern, Schuldenberatungsstellen, dem Verbraucherschutz und in ganz bedrückenden Situationen auch bei Psychologen.

    9. Notreserven anlegen

    Gut ist, etwa zwei bis drei Monatsgehälter auf der hohen Kante zu haben. Dann können dringend nötige größere Investitionen getätigt werden, ohne einen Kredit aufzunehmen. Auch wenn heute oft mit 0 % Finanzierungen geworben wird, ist ein Kredit immer die schlechtere Lösung.

    10. Dispokredit vermeiden

    Der Disco wird von Banken für absolute Notfälle eingeräumt, und dafür mag er auch ganz gut geeignet sein. Aber wer einmal im Dispo gelandet ist, kommt erfahrungsgemäß so schnell nicht mehr heraus. dazu kommt, dass der Disco wirklich dazu verführt, sich auch mal etwas zu leisten. Am besten sperren. Gilt auch für die Kreditkarte.

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